Blogeintrag: Ich mache mich von der Meinung anderer abhängig. Was kann ich dagegen tun?

Kennst du das?

  • Du fragst eher andere danach, was sie wollen?

  • Du achtest darauf, was andere über dich denken?

  • Du brauchst eine Rückantwort bzw. Bestätigung vom anderen?

Vielleicht kennst du dann auch solche Gedanken wie:

  1. “Ich möchte jedem gefallen”

  2. “Ich möchte perfekt sein”

  3. “Ich habe das Gefühl, ich passe zu niemandem”

Erst einmal ist das Wichtigste in dieser Situation, dass du dir darüber bewusst wirst und vor allem akzeptierst, dass es ist, wie es ist. Das ist gar nicht immer so leicht, denn uns selbst einzugestehen, dass wir ein Verhalten zeigen, das wir eigentlich gar nicht mögen und wollen, bedeutet sich auch die eigenen Schwächen einzugestehen. Da stellt sich natürlich gerne das Ego in den Weg, um das zu vermeiden.

Von daher ist es der allererste Schritt zu sagen: "Ja ok, es ist, wie es ist."

Der zweite Schritt den ich dir empfehlen kann ist, dich zu fragen:

Wenn ich in Situationen bin, in denen ich im Begriff bin, mich von der Meinung anderer abhängig zu machen:

  • Wie fühle ich mich in diesem Moment?

  • Welche Gedanken kommen hoch?

Schreibe es auf. Das kannst du auch gerne direkt einmal mit mir gemeinsam machen, indem du dich jetzt an eine solche Situation zurückerinnerst. Wo warst du da? Wer war bei dir? Um was ging es? Und dann: Wie hast du dich gefühlt? Welche Gedanken hattest du? Schreibe deine Gedanken auf.

Komm gedanklich nochmal zurück in diese Situation und in deinen Gefühlszustand. Und jetzt fühle mal in dich hinein: Wie alt warst du als du dich zum allerersten Mal so gefühlt hast? Der erste Impuls ist genau richtig. Lass deinem Gefühl freien Lauf und gib dir gerne Raum, mehr Bilder zu empfangen: Wo warst du da? Mit wem warst du zusammen? Warum hast du dich so gefühlt?

Tief ein- und ausatmen, komme langsam wieder ins Hier&Jetzt und werde dir bewusst, dass du eine erwachsene Frau, ein erwachsener Mann bist. Und jetzt selbst über deine Gedanken und den Umgang mit deinen Gefühlen entscheidest.

Du hast jetzt vielleicht eine Idee davon bekommen, woher dein Wunsch der Bestätigung von anderen kommt. Es ist ganz normal, dass unaufgearbeitete Erfahrungen in der Kindheit uns in unserem heutigen Erwachsenen-Alter tangieren. Auch hier ist wieder der erste Schritt die Einsicht und Akzeptanz, dessen was ist.

Hilfreiches für zukünftige Situationen:

1. Komm bewusst aus dem kindlichen Ich mit seinen Verletzungen, unerfüllten Wünschen und Sehnsüchten raus ins selbstbestimmte erwachsene Ich. Das bedeutet am Anfang ersteinmal bewusst zu merken, was in dir gerade vorgeht und dass da gerade höchstwahrscheinlich eher dein verletztes inneres Kind aktiv ist, als du als erwachsene Frau oder erwachsener Mann.

2. Finde hilfreiche Tools, die dir in solchen Situationen helfen aus deinem kindlichen Ich ins erwachsene Ich zu kommen, wie z.B. einmal aus dem Raum gehen, tief ein- und ausatmen, beim Ausatmen das kindliche Ich liebevoll loslassen, dich in dein erwachsenes, selbstbestimmtes Ich hinein fühlen, dich groß machen (in deiner Haltung) und wieder zurück in den Raum gehen. Oder du machst das lediglich in dir. Also bleibst in der Situation so stehen und atmest tief ein- und aus und frage dich: “Was würde dein erwachsenes Ich in dieser Situation sagen? Wie würde es reagieren?” Probier es aus.

3. Wenn du merken solltest, dass dir das alleine schwer fällt und du dir eine Unterstützung bei diesem Prozess wünschst, begleite ich dich gerne dabei.

Don’t wanna do it yourself?

Wir arbeiten gemeinsam daran, dass du es schaffst, den Fokus von deinem Gegenüber zurück zu dir zu lenken und du dich so endlich von den Erwartungen und Meinungen der anderen lösen kannst.

Quick Facts

  • Um sich von der Meinung anderer unabhängig zu machen und seine eigene Meinung zu stärken, gibt es verschiedene Schritte, die man tun kann:

    1. Selbstreflexion: Nimm dir Zeit, um dich selbst besser kennenzulernen und deine eigenen Werte, Überzeugungen und Ziele zu identifizieren. Frage dich, was dir wirklich wichtig ist und was deine eigene Meinung in verschiedenen Situationen ist.

    2. Informiere dich und bilde dir deine eigene Meinung: Betrachte verschiedene Perspektiven dabei. Dazu gehört das Lesen von Büchern, das Recherchieren im Internet, das Hören von Podcasts und das Austauschen mit anderen Menschen. Je mehr du hinterfragst und andere Meinung verstehst, desto mehr kannst du deine eigene Meinung bilden und stärken.

    3. Stehe zu deiner Meinung und sei selbstbewusst: Lerne, deine Meinung selbstbewusst zu äußern und zu vertreten, ohne dabei autoritär oder ignorant zu wirken. Akzeptiere, dass es unterschiedliche Meinungen geben kann, aber stehe zu deiner eigenen Überzeugung. Sei bereit, diese sachlich zu diskutieren und andere Standpunkte anzuhören, ohne dich davon abschrecken zu lassen.

    4. Umgib dich mit positiven Einflüssen: Vermeide Menschen, die dich ständig negativ beeinflussen oder manipulieren wollen. Such dir stattdessen Unterstützung und Austausch mit Menschen, die dich ermutigen, deine eigene Meinung zu haben und diese zu vertreten.

    5. Sei bereit, Fehler zu machen und zu lernen: Es ist normal, dass sich Meinungen im Laufe der Zeit ändern können, basierend auf neuen Erfahrungen und Erkenntnissen. Sei offen dafür, deine Meinung zu ändern, wenn du neues Wissen und Erfahrungen gewinnst. Das Wichtigste ist, dass du dir treu bleibst und weiterhin für deine eigenen Überzeugungen einstehst.

  • Wenn man sich zu sehr von der Meinung anderer beeinflussen lässt, kann dies verschiedene negative Auswirkungen haben:

    1. Verlust der eigenen Identität: Wenn man ständig die Meinung anderer übernimmt und seine eigene Meinung vernachlässigt, kann man sich selbst verlieren. Man wird unsicher und weiß nicht mehr, wer man wirklich ist und wofür man steht.

    2. Entscheidungsschwierigkeiten: Wenn man zu sehr auf die Meinung anderer angewiesen ist, fällt es schwer, selbstständige Entscheidungen zu treffen. Man wird unsicher und zweifelt an seinen eigenen Überlegungen, was zu einem Mangel an Selbstvertrauen und Handlungsunfähigkeit führen kann.

    3. Stagnation der persönlichen Entwicklung: Wenn man sich immer nur nach den Meinungen anderer richtet, hat man kaum Raum zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Man bleibt in seiner Komfortzone und verpasst die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen und persönliche Ziele zu erreichen.

    4. Abhängigkeit von der Zustimmung anderer: Menschen, die stark von der Meinung anderer abhängig sind, sehnen sich oft nach Anerkennung und Zustimmung. Sie empfinden ihr Selbstwertgefühl und ihre Zufriedenheit als abhängig davon, ob andere ihre Meinung unterstützen. Dies kann zu einem ständigen Bedürfnis nach Bestätigung führen und die eigene innere Zufriedenheit beeinträchtigen.

    5. Emotionaler Stress: Wenn man sich zu sehr von der Meinung anderer beeinflussen lässt, neigt man dazu, sich ständig mit anderen zu vergleichen und Angst vor der Bewertung und Kritik anderer zu haben. Dies kann zu einem hohen Maß an Stress, Unsicherheit und emotionaler Belastung führen.

    Es ist wichtig, ein gesundes Maß an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu entwickeln, um sich von der Meinung anderer unabhängig zu machen und ein erfülltes und authentisches Leben zu führen.

  • Es gibt verschiedene Schritte, die man unternehmen kann, um ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen und sich weniger von der Meinung anderer abhängig zu machen. Hier sind einige Vorschläge:

    1. Selbstreflexion: Nimm dir Zeit, um dich selbst besser kennenzulernen. Identifiziere deine Stärken, Schwächen, Werte und Ziele. Je besser du dich selbst verstehst, desto weniger wirst du von der Meinung anderer abhängig sein.

    2. Positive Selbstgespräche: Ersetze negative Selbstgespräche durch positive und unterstützende Gedanken. Sagen dir selbst, dass du wertvoll und genug bist. Wiederhole diese positiven Affirmationen regelmäßig, um dein Selbstvertrauen zu stärken.

    3. Erfolge feiern: Nimm deine Erfolge bewusst wahr, egal wie klein sie auch zu sein scheinen. Feiere diese Erfolge und erinnere dich daran, dass du in der Lage bist, alles zu erreichen, was du dir vornimmst. Dies wird dein Selbstvertrauen stärken.

    4. Sich selbst akzeptieren: Akzeptiere dich selbst mit all deinen Stärken und Schwächen. Niemand ist perfekt, und das ist gut so. Indem du dich selbst akzeptierst, wirst du weniger von der Meinung anderer abhängig sein.

    5. Sich von negativen Einflüssen distanzieren: Vermeide Menschen oder Situationen, die dein Selbstvertrauen untergraben oder dich ständig kritisieren. Umgib dich stattdessen mit positiven und unterstützenden Menschen, die dich ermutigen und an dich glauben.

    6. Herausforderungen annehmen: Fordere dich selbst heraus und nimm neue Herausforderungen an. Indem du dich neuen Situationen stellst und Erfahrungen sammelst, wirst du dein Selbstvertrauen stärken und weniger von der Meinung anderer abhängig sein.

    7. Sich selbst pflegen: Achte auf deine körperliche und mentale Gesundheit. Sorge für ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Nimm dir Zeit für Selbstfürsorge und tu Dinge, die dir Freude bereiten.

    8. Sich realistische Ziele setzen: Setze dir realistische Ziele und arbeite kontinuierlich daran, diese zu erreichen. Erfolge bei der Verwirklichung deiner Ziele werden dein Selbstvertrauen stärken und dir helfen, weniger von der Meinung anderer abhängig zu sein.

    9. Sich selbst herausfordern: Gehe aus deiner Komfortzone heraus und nimm dir herausfordernde Aufgaben vor. Indem du dich selbst beweist, dass du in der Lage bist, schwierige Situationen zu meistern, wird dein Selbstvertrauen wachsen.

    10. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen: Wenn du Schwierigkeiten hast, dein Selbstvertrauen aufzubauen oder dich von der Meinung anderer abzulösen, kann es hilfreich sein, professionelle Unterstützung in Form von Coaching oder Therapie in Anspruch zu nehmen. Es kann dir dabei geholfen werden, deine Denkmuster zu erkennen und zu verändern, um ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen.

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Blogeintrag: Woran du merkst, dass du nicht im Einklang mit dir bist.

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Blogeintrag: Warum du anfangen darfst, dir zu vertrauen