Blogeintrag: Wie entsteht die Tendenz, die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen?

Wie entsteht die Tendenz, die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen?

Mögliche Gründe, warum wir unsere Bedürfnisse hintenanstellen:

  • Wir haben in unserer Kindheit gelernt, dass unsere Bedürfnisse nicht wichtig sind, oder keine Präferenz haben, dass die Bedürfnisse der anderen wichtiger sind.

  • Wir haben traumatische Erlebnisse erfahren, in Situationen, in denen wir unsere Bedürfnisse priorisiert haben.

  • Wir haben Ablehnung, Abwertung, Ausgrenzung etc. erfahren, wenn wir wir für unsere Bedürfnisse einstehen wollten.

  • In unserer Kindheit haben wir gelernt, dass wir nur liebenswürdig sind, wenn wir uns erst um andere kümmern / wir möglichst unauffällig sind / wir keine Ansprüche erheben etc.

Fühl mal rein, was mit dir resoniert, das kann bei jedem etwas anderes sein.

Zusammengefasst: Unsere Erfahrung ist, dass wenn wir für unsere eigenen Bedürfnisse einstehen, etwas für uns Negatives passiert. Und deswegen vermeiden wir es. Das führt aber dauerhaft zur inneren Unzufriedenheit, Traurigkeit, fehlender Lebensfreude, Abhängigkeitsgefühl, Gefühl gefangen zu sein etc.

Deine Seele strebt immer nach freier Entfaltung, um die Erfahrung zu machen, die sie sich für dieses Leben ausgesucht hat. Tief in deinem Inneren spürst du diese Sehnsucht. Die Sehnsucht nach Freiheit, freier Entfaltung, Unabhängigkeit, Selbstwirksamkeit, Erfüllung, Glück und Freude.

  • Der erste Schritt ist, die beiden Pole in dir wahrzunehmen.

  • Wenn du mehr für dich und deine Bedürfnisse einstehen möchtest, ist der 2. Schritt dich mit deinen Ängsten und Hemmungen, die dich bisher noch davon abgehalten haben, für deine Bedürfnisse einzustehen, auseinanderzusetzen. Lerne sie kennen und benenne sie klar.

  • Der 3. Schritt ist, deine Ängste immer besser kennenzulernen, sie anzuschauen und da sein zu lassen. Sie nicht wegzudrücken, ist wesentlich in deinem Prozess der Ablösung.

  • Der nächste Schritt ist, für dich herauszufinden, was du willst. Was ist dein Wunsch, dein Ziel? Was möchtest du verändern? Finde Klarheit.

  • Sehr hilfreich ist es, regelmäßig dein Ziel zu fokussieren, dein Ziel in Meditationen zu visualisieren, als wäre es schon deine Realität, fühlen, wie du dich dort fühlst.

  • Entscheide dich bewusst dafür, deinen Ängsten zwar bewusst zu erlauben, als Co-Pilot an deiner Seite einen Platz einzunehmen, aber zu jeder Zeit zu wissen, dass du der Pilot/die Pilotin deines Lebens bleibst und du am Steuer sitzt, du deine Entscheidungen triffst und nicht deine Angst.

  • Gib dem Wechselspiel zwischen deinem Wunsch nach Veränderung und deiner Angst Raum.

  • Suche dir Unterstützung für emotionale Stabilität.

  • Lerne, dich selbst emotional zu halten.

  • Wenn du dich emotional stabil genug fühlst, gehe die ersten Schritte in Richtung deines Wunsches. Komm in die Umsetzung.

Go for it. Du hast es verdient, glücklich zu sein. Diese Schritte auch wirklich zu gehen, das kann dir keiner abnehmen. Warte nicht länger, sondern setze dich mit dir, deinen Wünschen und Ängsten auseinander. Sei es dir wert, dir dein Leben so zu gestalten, wie du es dir wirklich wünschst.

You deserve to be happy.

Sei es dir wert, dir dein Leben so zu gestalten, wie du es dir wirklich wünschst.
— Paula Elise Weske
 

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Wie die Tendenz entsteht, die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen.

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Quick Facts

  • Menschen neigen oft dazu, ihre eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen, weil sie sich häufig in sozialen und familiären Verpflichtungen verstrickt fühlen. Oftmals priorisieren sie die Anforderungen anderer Personen oder gesellschaftliche Erwartungen über ihre eigenen Bedürfnisse. Dies kann dazu führen, dass sie sich überlastet und gestresst fühlen.

    Stichwort: Selbstverleugnung, Selbstfürsorge

  • Wenn du deine eigenen Bedürfnisse vernachlässigst, hat das erhebliche Auswirkungen auf dein Wohlbefinden. Die fortwährende Selbstverleugnung und das Ignorieren deiner Bedürfnisse können zu Stress, Angstzuständen und sogar Depressionen führen. Es kann nicht nur deine psychische Gesundheit beeinflussen, sondern kann auch Konsequenzen für deine physische Verfassung haben. Du könntest unter Schlafstörungen, Erschöpfung und einem geschwächten Immunsystem leiden.

    Darüber hinaus wirkt sich das Vernachlässigen deiner eigenen Bedürfnisse auf deine Beziehungen aus. Du könntest dich überfordert fühlen und es schwer haben, anderen gegenüber offen und empathisch zu sein. Das kann zu Konflikten führen und deine sozialen Bindungen belasten.

    Es ist daher entscheidend, deine Selbstfürsorge zu berücksichtigen. Die Pflege deiner eigenen Bedürfnisse und die Priorisierung deines Wohlbefindens sind von großer Bedeutung. Indem du auf deine Bedürfnisse achtest und dich selbst respektierst, kannst du Stress reduzieren und deine Gesundheit insgesamt verbessern.

  • Du kannst lernen, deine eigenen Bedürfnisse besser zu priorisieren, indem du einige bewährte Strategien anwendest. Hier sind einige Schritte, die dir helfen können, dieses wichtige Gleichgewicht herzustellen:

    1) Selbstreflexion: Die erste wichtige Stufe ist, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Deine Bedürfnisse zu erkennen spielt hier eine Schlüsselrolle. Du darfst herausfinden, was dir wirklich wichtig ist und was dir Energie und Freude gibt. Dies ist entscheidend für die Selbstfürsorge.

    2) Zeitmanagement: Effizientes Zeitmanagement ist ein wesentlicher Aspekt, um deine eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Dir ein Zeitmanagement für Selbstfürsorge aufzubauen, kann hier hilfreich sein. Du darfst lernen, deine Zeit so einzuteilen, dass du Raum für Dinge schaffst, die dir wichtig sind, ohne dich dabei zu überlasten.

    3) Grenzen setzen: Das Stichwort persönliche Grenzen ist hier besonders wichtig. Du darfst lernen, "Nein" zu sagen, wenn du dich überfordert fühlst, und deine Grenzen kommunizieren. Das ist entscheidend, um deine Bedürfnisse zu schützen.

    4) Selbstfürsorge-Techniken: Es gibt verschiedene Techniken, die dir bei der Selbstfürsorge helfen können, wie z.B. Entspannungstechniken und Achtsamkeit. Diese Praktiken können dir dabei helfen, Stress abzubauen und deine eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen.

    5) Unterstützung suchen: Es ist auch wichtig zu wissen, dass es nichts falsch daran ist, Unterstützung zu suchen. Ganz im Gegenteil: Hilfe anzunehmen zeigt große Stärke. Freunde, Familie oder sogar professionelle Hilfe können dir bei der Priorisierung deiner eigenen Bedürfnisse helfen.

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Blogeintrag: Wie kann man lernen, seine Bedürfnisse und Wünsche zu kommunizieren?

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